Wilster (jhf) Offenbar wächst im Gleisbett zwischen Wilster und Brunsbüttel besonders schmackhaftes Gras. Dort versammelte sich nämlich am Sonntagabend, 16. August, eine zehnköpfige Schafherde. Allerdings hatte diese ihre tierischen Rückschnittarbeiten weder bei der Einsatzleitstelle angemeldet noch Streckenposten aufgestellt. Daher musste die Lokführerin eines Güterzugs gegen 20.35 Uhr eine Betriebsbremsung einleiten - mit Erfolg. “Es war nicht zu einer Kollision gekommen”, meldete die Bundespolizei.
Die Schafe ließen sich allerdings weder von dem Güterzug noch dem vermutlich lauten Bremsmanöver beeindrucken. Denn als die Bundespolizei kurz darauf anrückte, verweilten die zotteligen Tiere noch immer im Gleisbett - inklusive eines schwarzen Schafes. Die Beamten mussten sie des Platzes verweisen und auf eine angrenzende Weide treiben. Ob die Tiere Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten leisteten, ist nicht bekannt. Zumindest folgten sie den Anweisungen. Die Polizei informierte den Tierhalter, der versprach, seine Schafe auf eine andere Weide umzusiedeln.
Die Strecke war bis 21.50 Uhr und damit 75 Minuten gesperrt.