Elmshorn/Kreis Pinneberg (jhf) Nachdem ein Linienbus am Freitag, 25. September, im Geschwister-Scholl-Tunnel steckengeblieben war, stand der Zugverkehr im Elmshorner Bahnhof mehr als eine Stunde still. “Die Klimaanlage des Busses wurde abrasiert”, berichtete ein Polizeibeamter vor Ort. In dem Bus saßen etwa zehn Fahrgäste. Verletzt wurde niemand. Der 43-jährige Fahrer hatte den Überlandbus des Unternehmens “Die Linie” aus Richtung Königstraße in den Tunnel gesteuert. Der Dachaufbau prallte gegen 7:30 Uhr nach wenigen Metern gegen die Stahlkonstruktion des Tunnels.
Höhenwarnanlage war bereits beschädigt
Allerdings fehlte die rot-weiße Tafel der Höhenwarnanlage, die normalerweise wenige Meter vor dem Tunnel an einem Stahlträger über der Straße hängt. Wie Christina Schötzow, Leiterin des Amts für Tiefbau und Verkehr, auf Anfrage der Holsteiner Allgemeine berichtete, war am Mittwoch, 23. September, ein Lieferwagen dagegen geprallt und hatte einen starken Knick verursacht, sodass die Warntafel nicht wieder aufgehängt werden konnte. “Material für den Ersatz wurde bereits bestellt, deren Lieferung bleibt abzuwarten”, sagte Schötzow. Zusätzlich weist aber ein Schild auf die maximale Durchfahrtshöhe von 2,80 Meter hin.
Notfallmanager inspiziert Bauwerk
Ein Abschleppunternehmen zog den Bus aus dem Tunnel. “Nachdem ein Gutachter die Brücke untersucht hatte, konnte der Zugverkehr um 8.45 Uhr wieder aufgenommen werden”, berichtete eine Bahnsprecherin. Vor zwei Jahren war ein Elektrobus in dem Tunnel steckengeblieben und fing an zu brennen. Diesmal handelte sich nicht um einen E-Bus.