Ellerhoop (rs) Wie können Dächer und Fassaden dazu beitragen, Städte lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen? Mit einem neuen Ausstellungsbereich zur Bauwerksbegrünung greift das Arboretum Ellerhoop ein Thema auf, das angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Anlage wird am Mittwoch, 29. Juli, eröffnet.
Der neue Bereich im Arboretum zeigt vier unterschiedliche Formen der Bauwerksbegrünung. Dazu gehören extensive und intensive Dachbegrünungen sowie boden- und fassadengebundene Begrünungssysteme.
Von pflegeleichten Sedumflächen auf Dächern über begrünte Dachgärten bis hin zu klassischen Kletterpflanzen und modernen Pflanzenwänden werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie Gebäude begrünt und so an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden können.
Begrünte Architektur trägt dazu bei, Gebäude im Sommer vor Überhitzung zu schützen, die Umgebung durch Verdunstung zu kühlen und Regenwasser zurückzuhalten. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Insekten und andere Tiere. Auch die Luftqualität kann durch die zusätzliche Vegetation verbessert werden.
Die Idee für das Projekt entstand nach einem Besuch der Landesgartenschau Fulda. Dort hatte Hanns-Jürgen Redeker, 2. Vorsitzender des Förderkreises Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e.V., eine vergleichbare Anlage kennengelernt. „Mich hat begeistert, wie anschaulich dort gezeigt wurde, welchen Beitrag begrünte Dächer und Fassaden für das Stadtklima leisten können. Diese Idee wollte ich unbedingt nach Ellerhoop holen“, sagt Redeker.
Die Umsetzung des Projekts wurde durch die Unterstützung zahlreicher Unternehmen ermöglicht. „Viele Unternehmen haben sofort ihre Unterstützung zugesagt. Ohne dieses Engagement wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen“, so Redeker.
„Wir wollen nicht nur über Klimaanpassung reden, sondern zeigen, wie sie konkret aussehen kann. Vielleicht nimmt die eine oder der andere Besucher eine Idee für den eigenen Garten, ein Bauprojekt oder den öffentlichen Raum mit nach Hause“, sagt Redeker.
Arboretum zeigt Beispiele für Bauwerk-Begrünungen
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